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Daniel
Cohn-Bendit über Sperbers grosse Romantrilogie
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"Wie eine Träne im Ozean"
ist eine Romantrilogie, in der es um die Auseinandersetzung mit Kommunismus
und Faschismus geht. Es ist der Versuch zu verstehen, wie man Revolutionär
wird und warum man Revolutionär bleibt. Es ist aber auch die
Geschichte von denen, die diesen Weg verlassen, wenn sie erfahren,
wie schrecklich die Revolution ist. Manès Sperber beschreibt
damit einen Teil des letzten Jahrhunderts - eines der dramatischsten
und schrecklichsten Jahrhunderte. Und trotzdem schafft er einen Roman,
der mich beim Lesen immer in einer im Grunde genommen doch positiven
Stimmung zurückgelassen hat, der mich beflügelt hat, denn
man kommt gut aus dem Roman heraus, man findet etwas, nämlich
eine demokratische Gesellschaft. Und das ist für mich die Stärke
von Manès Sperber: sein skeptischer Optimismus. |
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... und
über dieses Buch |
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Ich freue mich, dass dieses Buch den
Versuch unternimmt, Manès Sperber in Erinnerung zu behalten
und durch ihn zentrale Fragen seiner Zeit geschichtlich zu beleuchten
- insbesondere das Dilemma der Linken vor und in der Zeit des Nationalsozialismus
und des Stalinismus. Ich hoffe auch und wünsche es dem vorliegenden
Buch, dass es dazu beiträgt, dass Sperbers Romantrilogie, seine
Autobiographie und seine Essays wieder mehr gelesen werden. Es lohnt
sich, ihn nicht zu vergessen. |
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