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Easy …

Geschichten und Denkanstösse zu Schule und Erziehung.
Hans Berner, Urs Bühler, Rudolf Isler.

Die NZZ hat 2015 sehr positiv über «Easy» geschrieben. Der Titel des Artikels war mehr als passend: Eine Fibel der Erfrischung. Das trifft sehr gut was wir mit unseren kurzen Texten wollen, nämlich mit einer gewissen Unbeschwertheit über pädagogische Fragen schreiben. Die Texte sollen unterhalten, aber gleichzeitig geht es um viele aktuell wichtige pädagogische Fragen, die, das garantieren wir, immer gut recherchiert sind. Zur Leichtigkeit des Buches tragen natürlich auch die Cartoons von Donat Bräm bei.

Was macht eine gute Schule aus? Die Klassengrösse, die Unterrichtsform, die Schulleitung? Es sind die Lehrerinnen und Lehrer. Dort, wo es laut einer Studie nur die Besten an die Pädagogischen Hochschulen schaffen – in Kanada, Finnland oder Südkorea –, erzielen SchülerInnen die besten Resultate. Die drängendste Frage im Bildungswesen ist also nicht, wie wir unsere Schule am sinnvollsten umbauen, sondern wie die Schulen zu gutem Personal kommen.

 

In rund fünfzig Beiträgen zwischen lakonischer Alltagsbetrachtung und präziser Dekonstruktion pädagogischer Dogmen nähern sich Rudolf Isler und Hans Berner, Dozenten an der Pädagogischen Hochschule Zürich, zusammen mit NZZ-Journalist Urs Bühler den grossen Fragen von Bildung und Erziehung. Dazu gehören neben dem Ruf nach guten LehrerInnen ein Versuch über die Vieldeutigkeit des jugendsprachlichen Begriffs «easy» ebenso wie eine pointierte Einordnung der Pisa-Untersuchungen. Diese weiterzuführen, so Rudolf Isler, habe in erster Linie für jene privaten Firmen einen Nutzen, die mit der Datenerhebung für Pisa Unsummen verdienten: «Ein Rückzug fällt schwer, es wurde zu viel Geld eingesetzt.»

Pascal Claude, Wochenzeitung WOZ, 11.6.15

 

Das Buch enthält 45 Texte zum Verhältnis der Generationen, zu aktuellen Erziehungsfragen, zu umstrittenen Entwicklungen in Schule und Pädagogik und zum nicht ganz einfachen Beruf von Lehrerinnen und Lehrern. Die Texte sind kurz und vielfältig, greifen öffentliche Diskussionen auf, halten beobachtete Alltäglichkeiten fest, präsentieren aber auch Sonderbares und Merkwürdiges aus der Welt von Erziehung und Bildung. Trends und Klischees werden hinterfragt, Simplifizierungen werden offengelegt. In verschiedenen Beiträgen wird auch der gesellschaftliche Kontext von pädagogischen Fragen zum Thema. Die Publikation zeigt, dass man ohne Ideologie und Pathos über Erziehung und Bildung, über Kindheit und Jugend, über Beziehungen in der Familie und über das Geschehen in der Schule schreiben und sprechen kann. Das Buch soll Diskussionen auslösen – unter Müttern und Vätern, unter Freunden und Bekannten, unter Lehrpersonen, unter Pädagoginnen und Pädagogen. Es regt zum Staunen an, zum kritischen Nachdenken und zur Suche nach Lösungen. Die Texte wollen aber auch unterhalten und schmunzeln lassen. Dazu leisten die Cartoons einen guten Beitrag.