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Manès-Sperber-Archiv

 

Manès-Sperber-Archiv – gegründet und betrieben von Hans-Rudolf Schiesser, Berlin.

 

Das Manès-Sperber-Archiv wurde 1982 von Hans-Rudolf Schiesser gegründet und wird seitdem von ihm betrieben. Es ist ein privates Dokumentationsarchiv, das ohne Fremdmittel arbeitet, aber von Manès Sperbers Ehefrau, Jenka Sperber (*15.4.1913, +2.12.2000), in vielfältiger Weise unterstützt wurde. Es hat die Aufgabe, Werk und Wirken Manès Sperbers systematisch und so lückenlos wie möglich zu sichern bzw. zu dokumentieren. Eingang findet neben Primär- und Sekundärtexten alles, was sich auf Person, Werk und Wirkung Manès Sperbers bezieht, somit auch Vorträge, universitäre Arbeiten, lexikalische Eintragungen, Veranstaltungshinweise, Zitierungen, Briefe, Bildmaterial sowie Rundfunk- und Fernsehsendungen. Da die Dokumentation nicht nur Lückenlosigkeit anstrebt, sondern auch den unterschiedlichsten Forschungsinteressen und Fragestellungen dienen will, wird dabei bewußt auf jegliche Selektionskriterien verzichtet.

 

Die meisten Buchveröffentlichungen Manès Sperbers liegen in ihren jeweiligen Ausgaben inkl. Übersetzungen als Originalexemplare vor. Beiträge, Abdrucke, Interviews in Anthologien, Almanachen, Zeitschriften und Zeitungen befinden sich als jeweilige Originalexemplare und/oder als Fotokopien im Archivbestand. Soweit Primärtexte nur als Fotokopien vorhanden sind, werden die Originalpublikationen antiquarisch gesucht. Der Bestand der Primärliteratur ist nach einer chronologischen Systematik archiviert. Die Sekundärliteratur – vorwiegend in Fotokopieform, sofern es sich nicht um Monographien handelt – ist nach einer Systematik archiviert, die formale, inhaltliche und chronologische Kriterien umfasst. Der Bestand der Sekundär- und Tertiärtexte weist z.Zt. ca. 9.000 Positionen auf, der der Primärtexte ca. 800 Positionen. Hinzu kommen Ton- und Bildträger (Rundfunk, Fernsehen, Film).

 

Da weder Manès Sperber (1905 – 1984) noch eine andere Person oder Institution sein Werk und Wirken zu dessen Lebzeiten ausreichend dokumentiert bzw. archiviert hat, und zudem – durch die gesellschaftlichen und biographischen Umstände (Orts- und Landeswechsel, NS-Verfolgung, Illegalität, Krieg, Exil) bedingt – vieles verschollen ist, betreibt das Archiv zugleich Forschungsarbeit. Diese besteht wesentlich in der Rekonstruktion bestimmter Lebensabschnitte und Tätigkeiten sowie im Auffinden entsprechender publizistischer Niederschläge. Gemäß der Biographie und des Engagements Manès Sperbers erstreckt sich dabei der Forschungsbereich besonders auf die Gebiete ‘Psychologie’, ‘Politik’, ‘Exil’, ‘Judentum’ und ‘Literatur’.

 

Kontakt

Manès-Sperber-Archiv
Hans-Rudolf Schiesser
Berlin
dolfschiesser@arcor.de

 

Das Manès-Sperber-Archiv steht mit folgenden Personen bzw. Institutionen, die jeweils unterschiedliche Aufgabenstellungen verfolgen, in enger Zusammenarbeit:

  • dem gemeinsamen Sohn von Manès und Jenka Sperber, Herrn Prof. Dr. Dan Sperber, Paris (u.a. Publikationsrechte)
  • der Manès-Sperber-Gesellschaft, 1010 Wien, Herrengasse 5 (organisatorische, vermittelnde, fördernde Aufgaben)
  • der Österreichischen Nationalbibliothek, Literaturarchiv, 1010 Wien, Josephsplatz 1 (Nachlassverwaltung)
  • der Dokumentationsstelle für neuere österreichische Literatur im Literaturhaus Wien, 1070 Wien, Seidengasse 13

 

Da das Manès-Sperber-Archiv als Privatarchiv betrieben wird, ist es auf die Hilfe anderer Menschen, die an dessen kontinuierlicher und möglichst lückenloser Weiterführung interessiert sind, angewiesen. Aus diesem Grund bin ich für alle Manès Sperber betreffenden Hinweise auf Veranstaltungen, Veröffentlichungen, Zitierungen, Pressemitteilungen, Vorträge, universitäre Arbeiten, etc. dankbar – unabhängig von deren eingeschätzter Bedeutsamkeit!

 

Coveraufnahmen von Primär- und Sekundärtexten aus dem Archiv


Hans-Rudolf Schiessers Rezension von «Alfred Adlers Wiener Kreise in Politik, Literatur und Psychoanalyse» (A. Bruder-Bezzel)

 

Weitere persönliche Veröffentlichungen von Hans-Rudolf Schiesser
  • Im Exil zu Hause. Die vergebliche Heimkehr des Manès Sperber.
    In: F. Stadler (Hg), Vertriebene Vernunft. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft Bd.2, Wien 1988, Jugend und Volk.
  • Herausforderungen.
    In: W. Licharz / L.Kauffeldt / H.R.Schießer (Hg): Die Herausforderung Manès Sperber. Ein treuer Ketzer auf der Brücke ohne anderes Ufer, Frankfurt 1988, Haag&Herchen.
  • Unfähig zur Gleichgültigkeit: Lebensgeschichte als Zeitgeschichte. Ein biographischer Abriß.
    In: W. Licharz / L.Kauffeldt / H.R.Schießer (Hg), Die Herausforderung Manès Sperber. Ein treuer Ketzer auf der Brücke ohne anderes Ufer, Frankfurt 1988, Haag&Herchen.
  • Der Pädagoge Manès Sperber.
    In: Österreichische Nationalbibliothek (Hg), Manès Sperber. Die Beiträge des Internationalen Symposions gehalten anläßlich der Verleihung des Manès-Sperber-Preises 1987 an der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien 1989, ÖNB.
  • Un avertissement sans écho. Manès Sperber et la „nouvelle gauche“.
    In: Présence de Manès Sperber (Dir.: G.Stieg), Hommages et témoignages en Sorbonne, Asnières 1992, Publications de L’Institut d’Allemand d’Asnières.
  • Kontinuität und Bruch. Lernen von einem Re-Negierer?
    In: Stéphane Moses / Joachim Schlör / Julius H. Schoeps (Hg), Manès Sperber als Europäer. Eine Ethik des Widerstands, Berlin 1996, Edition Hentrich.
  • Manès Sperber: Ein treuer Ketzer – nicht nur der Individualpsychologie. In: Almuth Bruder-Bezzel (Hg): Individualpsychologie in Berlin, Gießen 2014, Psychosozal-Verlag.
  • Ich wehrte mich gegen den Bruch mit Deutschland“. Manès Sperber. Psychologe und Schriftsteller in Berlin.
    In: Künstler Kolonie Kurier (Berlin), Nr. 7/2016.

 

 

Von Hans-Rudolf Schiesser unterstützte Ausstellungen

17.1. – 10.3. 2006  „Die Analyse der Tyrannis – Manès Sperber“  im Jüdischen Museum Wien

16.9. – 19.10. 2008  „Manès Sperber, Ketzer, Renegat, Humanist“  im Literaturhaus Berlin